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Psychiatrische Krankheitsbilder

Die psychische Behinderung

Eine psychische Behinderung ist ein langfristiger bzw. dauerhafter Folgezustand einer seelischen Grunderkrankung, die der Betroffene im Laufe seines Lebens erworben hat. Sie ist somit immer das Ergebnis eines sehr individuellen Prozesses.

Merkmale einer psychischen Behinderung sind typische Funktionseinbußen im emotionalen, kognitiven und sozialen Bereich. In der Regel ist hierbei das intellektuelle Potential nicht eingeschränkt, durch die Behinderung und die Medikation aber schwerer abrufbar. Charakteristisch für eine psychische Behinderung ist ihr dynamischer, phasenhafter Verlauf, wobei auch die Funktionseinbußen mal mehr und mal weniger zu beobachten sind.

Entstehungsformen einer psychischen Erkrankung

endogen: die Erkrankung wird im Laufe des Lebens erworben, bedingt durch die besonderen Lebensumstände im Zusammenspiel mit der Vulnerabilität des Betroffenen, der Auslöser ist meistens nicht konkret bestimmbar

exogen: die Erkrankung wird von „außen“ verursacht, d.h. beispielsweise durch einen Unfall, Einnahme von Drogen, eine hirnorganische Schädigung etc.

reaktiv: die Erkrankung wird eindeutig durch ein einschneidendes, belastendes Erlebnis verursacht und durch die einsetzende Symptomatik kompensiert

Die häufigsten Krankheitsbilder:

Allgemeines

Alle psychischen Erkrankungen sind als ganz individuell zu betrachten und somit auch zu behandeln. Bei jedem Patienten liegen andere Schwerpunkte vor und müssen auch in der Behandlung Berücksichtigung finden. Häufig liegen im Einzelfall auch Doppeldiagnosen vor, die noch mal eine ganz andere Herangehensweise erfordern.

In den meisten Fällen wird zunächst medikamentös behandelt, ergänzt durch Psychotherapie, Verhaltenstherapie oder Soziotherapie. Entscheidend ist in jedem Fall eine sinnvolle Verknüpfung der Angebote und deren konsequente Umsetzung aller am Behandlungsprozess Beteiligten.